Digitale Medien am WGG

Die Idee

Unsere Kinder und Jugendlichen gehen heutzutage ganz selbstverständlich mit Smartphones und Computern um – da liegt es nahe, diese Lebenswirklichkeit auch im Unterricht abzubilden und zu nutzen.
Um diese Kompetenzen gezielt für das Lernen auszubilden und einen Mehrwert für den Unterricht herzustellen, müssen einerseits die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, andererseits müssen natürlich auch die Lehrkräfte im Umgang mit den Geräten und den damit verbundenen neuen didaktischen Möglichkeiten und pädagogischen Herausforderungen geschult werden.
Die einschlägigen Erfahrungen während der Pandemie führten uns allen vor Augen, wie wichtig gute und funktionierende Lösungen im Bereich der Digitalität sind.
Ein nachhaltig entwickeltes, ständig evaluiertes und angepasstes Medienkonzept ist in diesem Zusammenhang eine Selbstverständlichkeit.

 

Die Kinder und Jugendlichen am WGG lernen mit digitalen Endgeräten individuell, aber dennoch vernetzt. Kooperatives Arbeiten gelingt nun mit einem Klick – oder einem QR-Code.
Der innovative Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler nicht nur im fachlichen Lernen fördern, sondern sie auch zu einem kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien befähigen.

Im Rahmen eines Pilot-Projektes der Landeshauptstadt München wurde am Städtischen Willi-Graf-Gymnasium bereits im Schuljahr 2021/22 mit der Einführung von zwei iPad-Klassen ein neues Kapitel zukunftsorientierten Lernens aufgeschlagen. Seitdem wurden am WGG zunehmend weitere Klassen auf Leihbasis mit iPads im 1:1-Ausstattungsmodell versorgt.

Mit dem Schuljahr 2025/26 nimmt das Städt. Willi-Graf-Gymnasium am Programm „Digitale Schule der Zukunft (DSdZ)“ des Freistaats Bayern teil. Dieses Programm fördert den Einsatz moderner Technik im Unterricht und unterstützt Schülerinnen und Schüler beim Erwerb zentraler digitaler Kompetenzen.
Zudem möchte der Freistaat durch finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung digitaler Geräte zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist der Einsatz persönlicher iPads mit Stift und Tastatur. Hausaufgaben, Präsentationen oder Arbeitsergebnisse können direkt im Klassenzimmer mit den Mitschüler*innen geteilt werden.

Um den richtigen Ausgleich zu schaffen, kommen Papier und Stift weiterhin regelmäßig zum Einsatz – insbesondere beim Schreiben längerer Texte.

Der Einsatz digitaler Geräte im Unterricht orientiert sich am Kompetenzrahmen „Digitale Bildung in Bayern“. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler in zentralen Bereichen der digitalen Bildung zu fördern:

  • Informations- und Recherchekompetenz: gezieltes und kritisches Suchen, Bewerten und Nutzen von Informationen;
  • Medienkritik und Datenschutzbewusstsein: verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Daten und digitalen Inhalten;
  • Kreativität und Problemlösefähigkeit: Entwicklung eigener Ideen mit Hilfe digitaler Werkzeuge;
  • Kommunikation und Zusammenarbeit: produktives Arbeiten in digitalen Teams und Projekten;
  • Selbstorganisation und Lernstrategien: strukturiertes Arbeiten mit digitalen Hilfsmitteln.

Damit unterstützt das WGG seine Schüler*innen darin, digitale Medien kompetent, kritisch und kreativ für ihre persönliche und schulische Entwicklung zu nutzen.

Die erfolgreiche Umsetzung des digitalen Unterrichts hängt maßgeblich von der Qualifikation der Lehrkräfte ab. Am Städt. Willi-Graf-Gymnasium werden deshalb seit der ersten Einführung der iPad-Klassen regelmäßig pädagogische und technische Fortbildungen angeboten, um den Lehrkräften Sicherheit und neue Impulse im digitalen Unterricht zu vermitteln.

Ein engagiertes Medienteam aus Lehrkräften unterstützt das Kollegium bei Fragen rund um Geräte, Apps und Unterrichtsgestaltung. Zudem sorgt eine zuverlässig und rasch agierende IT-Betreuung für einen möglichst reibungslosen technischen Ablauf im Schulalltag.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der digitale Unterricht nicht nur technisch funktioniert, sondern auch pädagogisch sinnvoll und didaktisch nachhaltig gestaltet wird.

Die Schüler*innen haben ihre Schulbücher – zusätzlich zu gedruckten Exemplaren – auch digital auf ihrem iPad, sofern dies von den Fachschaften vorgesehen und im knapper werdenden Rahmen des Schulbudgets finanzierbar ist. So wird das Schulmaterial reduziert, und die Lernenden haben dennoch jederzeit alles griffbereit.

Ein Großteil der Schulhefte wird mit der App GoodNotes digital geführt, was eine übersichtliche und strukturierte Ablage der Fächer ermöglicht.
Gleichzeitig werden weiterhin normale Hefte verwendet, um das handschriftliche Schreiben auf Papier zu trainieren und beizubehalten.

Der Fokus liegt auf einem sinnvollen und didaktisch gezielten Einsatz digitaler Medien. Daher gibt es auch Phasen, in denen das digitale Endgerät bewusst nicht eingesetzt wird.

Der Einsatz digitaler Medien ist heute in allen Lehrplänen fest verankert und lässt sich in den Klassen besonders effektiv umsetzen.

Beispiele für digitale Lernformen sind:

  • Online-Recherche
  • Kooperatives Arbeiten in Echtzeit
  • Fachspezifische Apps und Programme
  • Digitale Präsentationen und Projektarbeiten

Unser Ziel ist, das digitale Endgerät als gewinnbringendes Arbeitsgerät zu verstehen – nicht als reines Unterhaltungsmedium.
Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, eigenständig und verantwortungsvoll mit digitalen Medien zu arbeiten und diese aktiv für ihre Bildung zu nutzen. Darüber hinaus sollen sie natürlich die erworbenen Kompetenzen in Studium und Beruf gewinnbringend einsetzen und auf die Herausforderungen der digitaler werdenden Zukunft bestmöglich vorbereitet sein.